STAND 07/14
Anforderungsgerechte Dauer- und Zusatzlüftung
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Beschreibung Da beim Verdampfen des Stickstoffes im Arbeitsbereich der Sauerstoff in der Atemluft verdrängt wird, muss der Raum belüftet werden. Wir unterscheiden dabei zwei Betriebszustände für die Lüftung. Um die permanente Verdampfung des flüssigen Stickstoffes in den Lagerbehältern auszugleichen, werden die Verdampfungsverluste rechnerisch erfasst und die Dauerbelüftung entsprechend ausgelegt. Im Normalbetrieb soll die Sauerstoffkonzentration nicht unter 19 Vol.-% fallen.

Sinkt zum Beispiel beim Einkühlen von Proben oder Befüllen eines Dewars die Sauerstoffkonzentration tiefer, wird eine Zusatzlüftung eingeschaltet. Sie ist so bemessen, dass innerhalb von 5 Minuten die Sauerstoffkonzentration wieder den Normalwert aufweist. Sinkt die Konzentration längere Zeit unter 18 Vol.-%, so liegt ein nicht definierter Betriebsfall vor. Es wird Alarm gegeben und die Stickstoffzufuhr wird abgeschaltet. Auch bei einer Sauerstoffkonzentration von 18 Vol.-% liegt noch keine Gefahr für das Bedienungspersonal vor. Der Fehler kann behoben und der Alarm quittiert werden.

lueftung

Um in verschiedenen Laborbereichen Dewars befüllen oder Einfriergeräte versorgen zu können, müssen Transportbehälter betankt werden. Es handelt sich dabei um hochwertig isolierte Druckbehälter (1,5 bar) mit einem Inhalt bis zu 230 Litern. Beim Befüllen dieser Behälter werden große Mengen an Stickstoffgas in den Raum geleitet. Die Lüftungsanlage muss dann sehr groß dimensioniert werden. Besser ist es, einem dafür konzipierten Befüllstand einzusetzen und das beim Befüllen expandierende Stickstoffgas über eine Abgasleitung direkt ins Freie zu führen.

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